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Geschichte
1908 Die Leitung der Neinstedter Anstalten stellt die Notwendigkeit eines Anstaltskrankenhauses für die Bewohner der Elisabethstiftung und der Lindenhofstiftung fest. Neben der allgemeinen medizinischen Versorgung bedürfe es vor allem einer Möglichkeit zur Isolierung bei ansteckenden Krankheiten und zur Aufnahme "akuter und schwieriger Fälle" aus der Elisabethstiftung.
1909-
1910
Planung und Bau des Anstaltskrankenhauses
1911 Einweihung des Krankenhauses mit 30 Betten und einem Operationssaal
1911-
1941
Allgemeine medizinische Versorgung und stationäre Behandlung von Bewohnern und Angestellten der Neinstedter Anstalten
1942 Die Deutsche Wehrmacht übernimmt das Krankenhauses und die meisten Anstaltsgebäude zur Einrichtung eines Reservelazaretts unter dem Namen "Haus Waldmann".
1945-
1967
Das Eisenhüttenwerk Thale übernimmt das Krankenhaus als Unterkunft für Aussiedler unter seinen Hüttenwerksarbeitern.
Aug.
1967
Ende der Fremdnutzung und Beginn umfangreicher Umbauarbeiten zur Vorbereitung der Wiederaufnahme des Krankenhausbetriebes
1970 Wiederaufnahme des Krankenhausbetriebes

Es werden eine Pflegeabteilung für "Lieger" (schwerstbehinderte Heimbewohner) und eine Altenstation eingerichtet. Außerdem stehen nun einige Zimmer mit Belegbetten zur Aufnahme akut psychisch erkrankter und alkoholabhängiger Patienten aus dem Landkreis Quedlinburg zur Verfügung.
1971 Durch entsprechende Umstrukturierung beginnt die Spezialisierung zum Fachkrankenhaus für Psychiatrie mit zwei Stationen.
1975 Einrichtung einer EEG-Abteilung
1989
ff.

Die in Anteilen noch vorhandene Funktion als Anstalts-Krankenhaus wird in Folge der Wende aufgegeben, da unter neuen Strukturen die regionalen Krankenhäuser die somatische Behandlung von Bewohnern der Neinstedter Anstalten übernehmen.

Die Zäsur zur ausschließlichen Nutzung als Psychiatrisches Fachkrankenhaus für die Allgemeinheit und als Akut-Krankenhaus für die Region wird endgültig vollzogen.

1991 Eröffnung der Psychiatrischen Institutsambulanz im Lukashaus.

Hier ist auch eine moderne Ergotherapie und das Physiotherapiezentrum mit Schwimmbad, Sauna und Sportsaal zu finden.
1992 Das Krankenhaus erhält die Anerkennung als Fachkrankenhaus für Psychiatrie nach bundesdeutschen Normen. Es trägt nun offiziell den Titel "Evangelisches Fachkrankenhaus für Psychiatrie"
1994

Nach entsprechenden Umbauarbeiten wird im Dachgeschoss eine Tagesklinik eröffnet und der Öffentlichkeit übergeben. Hier entwickelt sich das Behandlungsspektrum einer komplexen Psychotherapie

1995 Etablierung der Klinikseelsorge auf einer 50%-Stelle
1996 Feier des Jubiläums zum 25jährigen Bestehen des Fachkrankenhauses
2000 Ein zweiter Teil der Tagesklinik wird im ehemaligen Gästehaus der Neinstedter Anstalten an der Kirche eröffnet.

Im Zusammenhang mit der Namensgebung "Hildegard von Bingen" wird eine Fachtagung veranstaltet. Daraus erwachsen die jährlichen Herbsttagungen des Krankenhauses als überregionale Fortbildungsveranstaltung.
2001 Feier des Jubiläums zum 30jährigen Bestehen des Fachkrankenhauses mit offizieller Namensgebung "Hildegard von Bingen" für das gesamte Fachkrankenhaus
2004 Für die Arbeit auf den beiden Stationen wird eine Funktionsteilung vorgenommen. Station I dient der Behandlung allgemein psychisch Erkrankter. Auf der Station II erfolgt die Spezialisierung zur Behandlung suchtkranker Patienten: Neben den bisher behandelten alkohol- und medikamentenabhängigen Patienten finden zunehmend Konsumenten illegaler Drogen Aufnahme. Dieser Zweig der Arbeit entwickelt sich zu einem Schwerpunkt.

Eine weitere Spezialisierung besteht seit den Anfängen in der psychiatrischen Behandlung geistig behinderter Menschen. Hier werden Synergie Effekte in Zusammenarbeit mit den therapeutischen Einrichtungen der Neinstedter Anstalten genutzt.
2011 Das Evangelische Fachkrankenhaus für Psychiatrie "Hildegard von Bingen" wird 40 Jahre alt und versorgt mit 40 stationären Plätzen und 12 Tagesklinik-Plätzen psychisch Erkrankte und suchtkranke Patienten aus einem überregionalen Einzugsbereich.

Ein schulübergreifendes Methodenspektrum und eine hohe Behandlungsdichte halten die Verweilzeiten kurz.

Die Überschaubarkeit des Fachkrankenhauses macht ein individuelles und sehr persönliches Behandlungssetting möglich.
 
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